Der erste Neuschnee auf der Nordkette, und alle reden von Saisonstart. Dabei entscheidet sich die Qualität eines Skiwinters nicht im November, sondern im Oktober – bei der Pistenpräparation. Ähnlich verhält es sich mit den Paralympischen Winterspielen, die vom 6. bis 15. März in Mailand und Cortina d’Ampezzo stattfinden: Wer jetzt schon die Übertragungspläne studiert, wird im März die volle Bandbreite paralympischer Sportarten genießen können, wohlgemerkt.
Italien empfängt 50 Jahre nach den ersten Winter-Paralympics rund 600 Para-Athleten aus aller Welt, die in sechs verschiedenen Sportarten um insgesamt 79 Medaillen kämpfen werden. Die ARD überträgt an fünf Sendetagen täglich bis zu sechs Stunden live im Ersten, was in Summe etwa 23 Stunden paralympischen Sport ergibt. Anders als bei Olympischen Spielen teilen sich ARD und ZDF die Übertragung nicht im täglichen Wechsel auf – das ZDF startet am 6. März, die ARD übernimmt dann ab dem 11. März. Von Donnerstag bis Sonntag werden die Paralympics in die Wintersportstrecken im Ersten eingebettet, was für Zuschauer, die auch die alpinen Wettkämpfe verfolgen, einen nahtlosen Übergang bedeutet.
Moderatorin Julia Scharf wird direkt aus Cortina d’Ampezzo berichten, wo die Hälfte der Sportarten ausgetragen wird. An ihrer Seite steht die siebenfache Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber als Expertin – eine Kombination, die sowohl journalistische Kompetenz als auch tiefe Wettkampferfahrung vereint. Wer die technischen Feinheiten der paralympischen Disziplinen verstehen will, etwa wie sich die verschiedenen Para-Klassen auf die Fahrweise auswirken oder welche Anpassungen an Monoski-Sitzschalen vorgenommen werden müssen, der wird bei dieser Besetzung genau die richtigen Erklärungen erhalten.
Alle Medaillenentscheidungen sind zusätzlich in etwa 130 Stunden Livestream zu verfolgen, und zwar auf bis zu vier parallelen Kanälen in der ARD Mediathek und bei sportschau.de. Diese Menge an Livestreaming-Stunden entspricht in etwa fünf kompletten Tagen nonstop Übertragung – wer also eine bestimmte Disziplin oder einen bestimmten Athleten im Blick hat, wird kaum etwas verpassen. Auf sportschau.de und in der Sportschau-App finden sich außerdem Highlights, Analysen und Tageszusammenfassungen in Video-, Audio- und Textform, was das digitale Zuhause der Paralympics bildet.
Für die alpinen Disziplinen lohnt sich ein besonderer Blick auf die Pistenbeschaffenheit in Cortina d’Ampezzo. Die verschiedenen Para-Klassen – etwa stehend, sitzend oder sehbehindert – stellen unterschiedliche Anforderungen an den Untergrund, und die Präparation muss diesen gerecht werden. Ein Monoskifahrer benötigt andere Kantenbedingungen als ein stehender Skifahrer mit Prothese, und das beeinflusst nicht nur die Fahrweise, sondern auch die Taktik der Athleten. Wer diese Zusammenhänge versteht, sieht die Wettkämpfe mit anderen Augen.
Barrierefreiheit wird bei den Paralympics natürlich großgeschrieben, das muss man fairerweise sagen. Die Audiodeskription für Sportfans mit Sehbeeinträchtigung wird beim MDR in Leipzig produziert, und alle Wettbewerbe erhalten Live-Untertitel. ARD-Federführer für die Paralympischen Winterspiele sind der Bayerische Rundfunk und der Mitteldeutsche Rundfunk – eine Konstellation, die die alpine und nordische Expertise bündelt.
Wer also im März nicht nur auf den eigenen Schwung, sondern auch auf die paralympischen Wettkämpfe achten will, der sollte die Übertragungszeiten im Blick behalten. Die ARD bietet mit ihrem crossmedialen Angebot genug Stoff, um auch zwischen den eigenen Skitagen dranzubleiben, und das ist der Punkt: Paralympischer Wintersport ist kein Nischenthema mehr, sondern fester Bestandteil der Wintersportlandschaft – solide wie ein Trockenmauerfundament.
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